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Sonntag, 4. März 2018

Pinkes Sauerkraut gegen den Winterblues


Seit Dezember habe ich "Fermentierfieber"! Heute möchte ich Euch meine neueste Kreation vorstellen: "Pinkes Sauerkraut" aus Weiß- und Rotkohl. Davor habe ich schon zweimal "normales" Sauerkraut gemacht, einmal mit Weißkohl und einmal mit Spitzkohl. Ein Kimchi hab ich schon fabriziert und fermentierte Karottensticks. Es gibt hier keine genaue Anleitung oder Rezept, es soll bloß ein kleiner Einblick sein in den (wie ich finde) sehr spannenden Prozess.


Es fängt mit drei ganz simplen Zutaten an, ein Rotkohl, ein Weißkohl und Steinsalz.


Das Kraut habe ich mit einem Messer geschnitten, ich habe keinen Krauthobel, braucht man nicht unbedingt. Mischungsverhältnis ca. 50:50.


Das Kraut wird mit dem Salz vermengt (2% des Krautgewichtes an Salz) und ca. 10-15Minuten geknetet. Das ist wohl der anstrengendste Schritt, aber mit ein bisschen Musik geht das auch vorbei. Danach wird das ganze in ein Gefäß geschichtet und ganz fest zusammengedrückt um möglichst wenig Lufteinschluss zu haben.


Ich habe auf mein Kraut ein ganzes Kohlblatt gelegt und mit einem gefüllten Wasserglas beschwert. Nun heißt es warten und nach ca. 1 Woche haben die guten Bakterien schon gute Arbeit geleistet. Jeden Tag hab ich mal kurz den Bügelverschluss geöffnet, das macht am meisten Spaß, denn es zischt und blubbert dann.
Mein Sauerkraut mag ich nicht super sauer, deshalb lasse ich es mit 6-7 Tagen eher kurz fermentieren (milchsauer vergären) bevor ich es in kleine Gläser umfülle und in den Kühlschrank stelle.


Beim ersten Kosten kann ich schon sagen, dass es anders schmeckt als Sauerkraut aus Weißkohl, intensiver und ich glaube der Rotkohl hat mehr Senföle. Freu mich schon auf das erste pinke Sauerkraut.

Anmerkung: Ja, es kann natürlich auch was schiefgehen beim Fermentieren, und es gibt ein paar Sachen zu beachten, die ich jetzt nicht erwähnt habe (Temperatur, Salzgehalt, Luftabschluss etc.). Aber wer sich für das Thema interessiert, dem kann ich nur Ausprobieren empfehlen. Ein gutes Buch zum Thema oder Internetseiten gibt es zu Genüge.

Zum Glück ist bald Frühling, dann kann Experimente mit fermentierten Radieschen oder Rhabarber machen...

Was macht Ihr gegen den Winterblues?

Schönen Start in die Woche!

Steph

verlinkt mit einab

Sonntag, 20. August 2017

"Kühlschrank-Kümmerle"


33 Gewürzgurken sind heute auf dem Markt in meinen kleinen Stoffbeutel gewandert, denn lustigerweise werden die Einlegegurken nach Stück und nicht nach Gewicht berechnet. Denn auf meiner Reise durchs Internet bin ich auf englischen Seiten auf so genannte "Refrigerator Pickles" gestoßen. Also Gewürzgurken, die nicht richtig eingeweckt werden sondern nur mit Sud übergossen und dann nach wenigen Tagen im Kühlschrank genießbar sind. Einziger Nachteil, sie sind nicht so lange haltbar und müssen im Kühlschrank bleiben. Aber bei einer kleinen Menge auf jeden Fall mal einen Versuch wert.


Es funktioniert auch ganz einfach: Kleine Einlegegurken werden gut gewaschen und in die Gläser geschichtet, man kann auch größere Exemplare in Streifen oder Scheiben schneiden, diese werden dann etwas schneller weich.
In die Gläser kommen dann Gewürze nach Wunsch. Bei mir waren das pro Glas eine getrocknete Chilischote, ein Lorbeerblatt, eine Messerspitze getrockneter Dill, ein halben Teelöffel Senfkörner und ein paar Pfefferkörner.
Der Sud wird währenddessen aufgekocht er besteht aus Wasser, Essig nach Wahl, Zucker und Salz. Ich habe den Sud nach Geschmack gemacht, d.h. so lange probiert bis es mir richtig Sauer-Salzig-Wenig-Süß vorkam. Dann den kochenden Sud in die Gläser füllen bis alle Gurken bedeckt sind und anschließend Gläser zuschrauben, auf den Kopf stellen und abkühlen lassen. Danach sofort in den Kühlschrank stellen.

Leider verlieren die Gurken Ihre grasgrüne Farbe, aber sie sehen dann mehr nach echten "Kümmerle" (fränkisch für Gewürzgurken) aus.

Die ersten sind schon verkostet und für lecker befunden.

Wie fangt Ihr den Sommer ein?

Grüße,
Steph

Dienstag, 20. Juni 2017

Saisongemüse #25 - Erbse


Erbsen zählen nicht gerade zu meinem Lieblingsgemüse, vor ein paar Jahren hätte ich Sie auch noch total verweigert, denn ich kannte nur die seltsamen grau-mehligen Dinger die es ab und an in mayonaisegetränkten Nudelsalaten auftauchten.
Auch die Tiefkühlerbsen kommen nur ganz selten auf den Tisch, aber frische Erbsen sind super lecker und haben gerade auch Saison. Juni, Juli und August kann man sie auf dem Markt kaufen die ganzen Schoten mit den knackigen Kügelchen drin. Es gibt ganz unterschiedliche Erbsenarten - hier im Bild sind Markerbsen, noch lieber esse ich Zuckererbsen, die können fast als Nascherei durchgehen.


Das Puhlen ist zwar etwas mühselig, aber es geht recht einfach. Und weil man aus Kichererbsen gerne Dips und Soßen macht habe ich das mit den grünen Markerbsen auch getan.
Die Erbsen habe ich kurz abgekocht, abgeschreckt und mit Joghurt und Kräutern (Minze, Petersilie und Basilikum) püriert. Mit Salz abgeschmeckt und fertig ist der Erbsen-Joghurt-Dip - ideal für Fladenbrot oder Gemüsesticks.
Die ganzen Erbsen auf dem fertigen Dip sind übrigens Zuckererbsen von der Balkonernte, diese esse ich am liebsten aber als Zuckerschote d.h. mitsamt der Schote, wenn die Körner noch nicht ausgebildet sind.

Was ist Euer liebstes Erbsenrezept? Und wann gab es das letzte Mal frische Erbsen bei Euch? Unbedingt mal ausprobieren...

Grüße,
Steph

Sonntag, 5. Februar 2017

Tomatensuppe mit Wirsing und weißen Bohnen


Winterzeit ist Suppenzeit. Das weiß ja jeder. Und wie Ihr ja sicher alle wisst, esse ich am liebsten Gemüse der Saison. Meine Reihe Saisongemüse (die übrigens schon 2012 startete- Wahnsinn) müsste mal wieder um neue Gemüse bereichert werden, aber heute gibt es erstmal eine Wiederholung.

Grund dafür ist der Aufruf von Clara aka tastesheriff mit Ihrer Gemüse Expedition (im Februar ist der Wirsing dran). So haben wir heute mal wieder einen großen Wirsingkopf auf dem Markt erstanden, ist bestimmt schon der 3. oder 4. diesen Winter. Und da ich die Kombination Tomate-Wirsing richtig lecker finde, gibt es eine Suppe/Eintopf mit Tomate, Wirsing und weißen Bohnen.


Neben dem Wirsing braucht man noch Suppengemüse, natürlich Bohnen und Tomaten (da diese nicht Saison haben, gibt es eine Dosentomaten). Das Suppengemüse wird geschält bzw. geputzt und in groben Stücken in Olivenöl angedünstet. Genaue Mengenangaben gibt es hier nicht, einfach rein was da ist bzw. auch was weg muss, wenn die Möhren im Kühlschrank schon weich werden können da auch ruhig 2-3 verarbeitet werden.


Nach dem andünsten kommen die Dosentomaten dazu. Ferner noch nach Geschmack: eine Prise Zucker, etwas Tomatenmark, getrocknete Tomaten, getrocknete Chili, Salz, Pfeffer, Gemüsebrühe und Lorbeerblätter. Das Ganze zugedeckt bei niedriger Hitze min. 30 Minuten köcheln lassen, gerne auch noch länger.

Anschließend kurz mit dem Zauberstab pürieren und je nach Geschmack durch durch ein Sieb streichen, abschmecken und die abgetropften weißen Bohnen dazugeben. Daneben den Wirsing in Streifen schneiden, blanchieren und zu der Suppe servieren. Ein Brot dazu - fertig ist das Abendessen. Sogar vegan.

Mein Saisongemüse Wirsing findet Ihr übrigens hier (damals Februar 2013 gab es überbackene Wirsingröllchen).

Schaut doch auch mal zur Gemüseexpedition, da gibt es noch mehr Wirsingrezepte.

Schönen Sonntag!
Steph

Donnerstag, 30. Juni 2016

Saisongemüse #24 - Breite Bohnen


Sie heißen auch Garten- oder Stangenbohnen und sind im Vergleich zu den Buschbohnen (waren auch schon mein Saisongemüse), flacher und auch fester im Biss. Von Juni bis August (manchmal auch noch länger) gibt es diese Bohnen auf dem Markt oder im gut sortierten Supermarkt. Wichtig ist dass man Bohnen nimmt, bei denen die Kerne noch nicht so deutlich hervortreten, diese sind dann nämlich etwas zarter.

Kochen muss man die Bohnen auf jeden Fall, roh sind sie giftig. Aber wenn man Sie gekocht hat, hat man ein sehr leckeres eiweißreiches Gemüse. Ich der Meinung das Bohnen viel Gewürze vertragen.

Mein Rezeptvorschlag ist deshalb indisch angehaucht - es gab ein Linsen-Bohnen-Dal mit Reis. Wobei ich hier keine Ansprüche auf Authentizität des Dal-Rezeptes habe, es ist eher "frei Schnauze".


1 Tasse rote Linsen in Gemüsebrühe weich garen (ca. 10-15 Minuten) und währenddessen die Bohnen in mundgerechte Stück schneiden und ebenfalls garen. 1 kleine Zwiebel hacken und in reichlich Öl anbraten. Gewürze nach Geschmack dazu: Kümmel, Knoblauch, Chili, Fenchel, Zimt, Kreuzkümmel, Curry...
Anschließend 1/2 Dose stückige Tomaten und die Linsen dazugeben. Bohnen zum Schluss nochmal für 2 Minuten mitgaren und mit dem Saft einer Zitrone und Salz abschmecken. Dazu passt Reis oder Brot, wer es lieber ohne Kohlenhydrate will, lässt dies halt weg.

Auf geht's in die Bohnensaison - was ist Euer liebstes Bohnenrezept?

Grüne Grüße,
Steph



Samstag, 6. Februar 2016

Saisongemüse #23 - Chicorée


Es ist Februar, da ist die saisonale, regionale Gemüseauswahl ja nicht so üppig. Es gibt aber neben den üblichen Verdächtigen wie Kohl  und Schwarzwurzel  auch noch ein paar heimische "Exoten". So ist zumindest der Chicorée bei mir nicht so häufig auf dem Speiseplan.
Prinzipiell kann man den Chicorée wohl das ganze Jahr über treiben, aber die Hauptsaison ist von November bis März. Und da ich dieses Wochenende das Glück hatte auch noch roten Chicorée am Markt zu bekommen habe ich zugelangt. In der Zubereitung muss ich Euch bestimmt nichts erzählen, es geht warm als Gemüse oder auch als Rohkost im Salat.

So gab es den bunten Chicorée dann auch bei mir als Salat mit Mango und Buttermilchdressing. Da die Blätter in der Tat leicht bitter sind (der Rote ist etwas milder) passen süßliche Früchte wie Orangen, Äpfel oder Mango natürlich super dazu.


Das Dressing besteht aus Honig, Senf, Essig, Salz und Buttermilch. Frischer schwarzer Pfeffer und ein bisschen Petersiliengrün sehen auch immer hübsch aus. Kann ich wirklich nur empfehlen - lecker.

So, das war nun endlich wieder mal ein Saisongemüse von mir. Und ich würde mich über weitere Zubereitungsarten dieses gesunden Gemüse von Euch sehr freuen.

Viele Grüße

Steph



Dienstag, 25. August 2015

Saisongemüse #22 - Zucchini


Es ist wieder die Zeit im Jahr in der Gartenbesitzer den Nicht-Gartenbesitzer nur zu gerne von Ihren Zucchini abgeben, denn selbst eine Pflanze produziert dann mehr als genug Früchte für einen Haushalt. Deshalb ist die die Zucchini mein aktuelles Saisongemüse und sie kann auch mehr als nur in Massen in Gärten auftauchen....

Die Zucchini ist sehr vielseitig, muss nicht geschält werden und kann auch roh gegessen werden (was ich persönlich allerdings nicht so gerne mag). Durch ihren milden Geschmack kann man sie in fast alle Gerichte einbauen.


Heute als "Serviervorschlag" gibt es einen lauwarmen Zucchini-Buchweizen-Salat. Dazu wird erstmal der Buchweizen bissfest gekocht und Zucchini in dünne Scheiben geschnitten in Olivenöl anbraten - gerne auch mit etwas Farbe.


Man kann die ganzen restlichen Zutaten auch gleich in der etwas abgekühlten Pfanne mischen (spart Abwasch). Noch in den Salat kamen ein paar Cashewkerne, Kirschtomaten, frische Kräuter, Salz, Pfeffer, Zitronenessig und Leinöl.


Am besten lauwarm servieren, schmeckt aber auch am nächsten Tag kalt noch gut. Was sind denn eure liebsten Zucchini Rezepte?  Hier gibt es ganz viele tolle Salatrezepte.

Viele Grüße
Steph

Freitag, 24. April 2015

Saisongemüse #21 - Mairübchen


Klein, weiß und eines der ersten zarten Gemüse des Frühlings. Es gibt sie endlich - die Mairübchen. Vom Geschmack her wie ein zarter Kohlrabi (ohne Kohlgeschmack) mit einer leicht pikant-scharfen Note. Die kleinen Rüben werden auch Narvetten genannt und sind wahre Multitalente in der Küche. Übrigens: Auch die Stiele können mitgegessen werden.

Die Saison hat gerade erst begonnen und ich freue mich noch auf ein paar Wochen Mairübenzeit. Und da das Wetter so toll ist haben wir auch schon den Grill aus dem Keller geholt und ein erstes mal gegrillt.


Dazu eignen sich die kleinen Rüben ganz hervorragend, denn seien wir mal ehrlich mit saisonalen Gemüse für den Grill ist es jetzt einfach noch nicht so gut bestellt. Paprika, Tomate, Zucchini und Mais brauchen noch und sind jetzt gerade mal Jungpflanzen. Die Mairüben habe ich vorher mit etwas Öl bepinselt und gesalzen und dann einfach für ein paar Minuten auf den heißen Grill gelegt.


Dazu gab es einen frischen Kräuterquark, Zwetschgenchutney  und ein gutes Brot. Eine feine Sache! Auch gut ist ein Salat von Mairüben oder alle Arten von Gemüsepfanne. Falls Ihr die Mairübe nicht kennt einfach mal ausprobieren, der nächste Grillabend kommt bestimmt.

Euch ein schönes (Grill?)Wochenende!

Steph

Sonntag, 1. März 2015

Saisongemüse #20 - Pastinaken


Wer sagt im Winter gibt es nur geringe Auswahl an Saisongemüse, der irrt. Man muss halt etwas genauer suchen . Heute geht es bei mir um die Pastinake, ein ganz liebes Wurzelgemüse. Ganz mild und süßlich, mir schmeckt sie am besten gegart, da sie im Vergleich zur Karotte nicht so wirklich knackig ist. Inhaltstoffe hat sie jede Menge gute und auch einen hohen Stärkeanteil, dadurch werden z.B. Pastinakensuppen schön cremig.

Die Pastinake wird vor dem ersten Frost geerntet und hält sich richtig gelagert bis in den April hinein, somit ein ideales Wintergemüse.

Heute gibt es bei mir einen englischen Klassiker - mashed parsnips and potatoes (Pastinaken-Kartoffel-Püree), wobei es ca. 3/4 Pastinaken sind und nur ein Viertel Kartoffeln.


Dazu werden Pastinaken und Kartoffeln (im gewünschten Verhältnis) geschält, in kleine Stücke geschnitten und in gut gesalzenem Wasser ca. 30 Minuten weich gekocht. Anschließen abseihen (etwas von dem Wasser aufheben) und durch eine Kartoffelpresse jagen - dies erfordert etwas Kraft. Etwas von dem Kochwasser dazugeben, und mit Salz, brauner Butter!!! und Sahne verfeinern. Anschließend etwas Muskatnuss darüber reiben und evtl. mit Kräutern bestreuen (bei mir Fenchelgrün, das einzige, was derzeit auf der Dachterrasse wächst).

Dazu passen kurz gebratenes Fleisch oder Fisch, oder in meinem Fall die vegetarische Variante mit Champignons.

Und wer hätte das gedacht ich habe schon 20 mal die Kategorie Saisongemüse bedienen können. Das ist doch schonmal was und hier nochmal für Euch zum nachlesen:

Frühling:
Radieschen (Radieschengrünbutter) / Rhabarber (Rhabarber-Chutney) / Grüner Spargel (Spargelquiche) /

Sommer:
Tomaten (Tomaten-Menü) / Freilandgurken (Schmorgurken) / Buschbohnen (Bohnen in Würzöl) / Paprika (Paprikasmoothie) / Mangold (Mangoldlasagne) /

Herbst:
Muskatkürbis (Kürbiswedges) / Butternut-Kürbis (pikante Kürbismuffins) /

Winter:
Rote Beete (Brotaufstrich) / Rosenkohl (Rosenkohl-Gnocchi-Pfanne) / Winterportulak (aufs Brot) / Steckrübe (Suppe) / Wirsing (vegtarische Wirsingröllchen) / Lauch (Lauch-Erdnuss-Suppe) / Schwarzwurzel (lauwarmer Schwarzwurzelsalat) / Weißkohl (tibetische Momos) / Rotkohl (Rotkohlsalat) /

Die übergänge in den Kategorien sind natürlich fließend und hier nur grob zur Orientierung gedacht!

Ich liebe ja deftiges Wintergemüse, freue mich aber auch schon sehr auf den Frühling mit Spargel und knackigen Salaten.

Schönen Sonntag!

Steph

Donnerstag, 29. Januar 2015

Saisongemüse #19 - Rotkohl


Winterzeit ist Kohlzeit, wie auch schon vor ein paar Wochen ist wieder ein Kohl der Star meiner Saisongemüsereihe. Anders als der Weißkohl offenbart der Rotkohl seine schönste Seite erst beim Aufschneiden. Ich bin immer fasziniert von dem schönen weiß-lila Windungen im Krautkopf. Aber neben dem hübschen Äußeren hat der Rotkohl auch noch viele tolle Inhaltsstoffe wie Eisen, Anthocyane  und Ballaststoffe um nur einige zu nennen. Er wird im Spätherbst geernet (ich finde übrigens Rotkohlfelder sind neben Sonnenblumenfelder die schönsten Agrarflächen die es gibt) und hält sich bis März.

 Und der Rotkohl ist nicht so einseitig wie man glaubt. Neben dem klassischen Rot- oder Blaukraut kann man ihn gut als knackig bunten Salat essen. So auch mein Vorschlag für Euch: Statt eines "normalen" Krautsalat mal eine lila Salatbeigabe. Dafür den Kohl einfach fein hobeln oder schneiden und dann ganz wichtig mit viel Salz bearbeiten (kneten oder mit einem Stampfer). Dann das ganze mit einem guten Schuss Essig würzen und mindesten 3-4 Stunden ziehen lassen.


Dann nach belieben den Salat mit Kräutern, Nüssen, Senf und Ölen anreichern und servieren.

Wer mal etwas verrücktes mit Rotkohl machen möchte dem empfehle ich meine Blaukrautsuppe die ich mal für einen Gastbeitrag bei Sabrina gemachte habe.

Und wann gibt es bei Euch das nächste mal Rotkohl?

Viele Grüße

Steph

Sonntag, 4. Januar 2015

Saisongemüse #18 - Weißkohl


Neues Jahr und Gemüse muss auf den Tisch. Im Winter ist das ja nicht immer ganz einfach mit dem saisonalen Gemüse, aber die Familie Brassicaceae ist mal wieder zur Stelle um auch hier auszuhelfen. Viele Kohlarten gibt es im Winter, da sie entweder gut Minusgrade vertragen wie z.B. Grünkohl oder sich sehr gut lagern lassen wie Wirsing, Blaukraut und der Star des heutigen Eintrags - der Weißkohl. Übrigens ist Blumenkohl eher ein Sommergemüse und kein traditionelles Wintergemüse.

Ich mag Weißkohl, am liebsten fein gehobelt mit Essig-Öl-Dressing zu einem feinen Krautsalat verarbeitet, aber auch gedünstet oder fermentiert als Sauerkraut ist er ein Genuss. Er passt wunderbar in den Januar, denn viele die ein paar Pfunde verlieren möchten (das will man ja meist nach den Feiertagen) schwören auf die in den 90ern beliebt gewordene Magic-Soup (eine Kohlsuppe die dem Darm so richtig einheizt).

Wir haben die freien Tage genutzt und eine ganz besondere Mahlzeit aus dem kleinen Kohlkopf zubereitet. Tibetische Momos (gedämpfte Teigtaschen) mit Kohlfüllung. Wer das nachmacht, kann sich sicher sein die Kalorien schon beim Kochen verbrannt zu haben, denn es ist doch etwas aufwendiger. Aber sehr lecker und auch für vegan lebende Menschen geeignet.


Traditionell werden die tibetischen Momos mit Fleisch zubereitet, aber man kann es eben auch ohne machen.

Für den Teig haben wir für 2 Personen 250g Mehl mit 125ml Wasser und etwas Salz verknetet und für ca. 30 Minuten ruhen lassen. In der Zwischenzeit die Füllung zubereiten. Hier kann man nehmen was das Herz begehrt. In meiner Füllung waren: 1 gr. Zwiebel, ein kleiner Weißkohl, eine Möhre, eine Handvoll vorgegarte rote Linsen und jede Menge Gewürze (Salz, Pfeffer, Galgant, Liebstöckel, Chili, Muskatnuss). Das ganze mit reichlich Kokosöl in der Pfanne anbraten und dann etwas auskühlen lassen.

Dann den Teig dünn ausrollen, Kreise ausstechen und einen Essl. Füllung in die Mitte geben und das ganze gekonnt verschließen (hierfür gibt es super Videos bei YouTube).

Für ca. 10-15 Minuten dämpfen und mit diversen Soßen (bei uns Soja - und Chilisoße) sofort servieren.

Was sind eure liebsten Weißkohlrezepte?

Liebe Grüße

Steph

Mittwoch, 27. August 2014

Saisongemüse #17 - Mangold


Gerade noch rechtzeitig in der Saison gibt es bei uns den letzten Mangold aus dem elterlichen Garten. Die Sorte oben im Bild heißt 'Rhubarb Chard' was übersetzt ja einfach Rhabarber  Mangold heißt. Nicht sehr einfallsreich wie finde, aber trotzdem wirklich schön mit seinen roten leuchteten Stielen. Mangold kann bei uns wunderbar im Freiland angebaut werden und ist von Juni-August reichlich zu bekommen. Nun ist Mangold mit seinem erdigen Geschmack nicht jedermanns Sache, aber ich mag ihn wirklich sehr gerne. Er ist entfernt mit der Roten Beete  verwandt, das find ich vom Geschmack her sehr einleuchtend.

Und wenn Ihr Ihn nicht essen mögt, dann kann man Ihn auch als Zierpflanze verwenden (so gesehen in Ingoldstadt in Pflanztrögen vor dem Rathaus).


Als Rezeptidee habe ich Euch heute eine Mangoldlasagne mitgebracht, nicht superoriginell - aber die Säure der Tomatensoße passt einfach wunderbar zum Mangold. Und bei solch regnerischen Augustwetter ist eine Lasagne einfach Seelenfutter.



Zuerst wird der Mangold getrennt in Blätter und Stiele, dann die Blätter kurz blanchieren damit Sie geschmeidig werden und die Stiele ganz fein hacken. Dann habe ich eine Bechamelsoße (Butter, Mehl, Wasser, Milch, Salz und Muskatnuss) sowie eine Tomatensoße gekocht (mit vielen Tomatenstücke, Chili und Zwiebel).

Jetzt das ganze in eine Auflaufform schichten. Irgendwann kauf ich mir mal eine eckige Form damit das lästige Plattenbrechen wegfällt. Zwischen die Nudelplatten entweder Bechamelsoße mit Blättern oder Tomatensoße mit Stielen füllen. Als letzte Schicht folgt immer Bechamelsoße mit geriebenen Käse.



Das ganze für ca. 1 Stunde bei 200°C in den Ofen schieben.

Es tut mir leid wenn es hierzu keine genauen Mengenangaben etc. gibt. Aber ich mache das ganze immer nach Gefühl und meist klappt es auch.

Hat von Euch jemand schonmal einen grünen Smoothie mit Mangold probiert?

Ich freue mich auch immer über andere Rezeptvorschläge für Mangold.

Viele Grüße

Steph

Montag, 21. Juli 2014

Saisongemüse #16 - Paprika


Seit meinem letzten Saisongemüse  ist einige Zeit vergangen. Aber jetzt hab ich wieder was für Euch, einen ganz alten Bekannten: Die Paprika. Und auch wenn man sie leider (ja ich sage leider) rund ums Jahr im Supermarkt kaufen kann hat auch die Paprika eine Saison. Die wird nur leider durch beheizte Gewächshäuser und Importe aus weit entfernten Ländern für den Konsumenten ins unendliche verlängert. Bei mir gibt es Paprika von Juni-September, da kommen Sie zwar meistens auch aus dem Gewächshaus, aber zumindest unbeheizt und regional.


Hier seht Ihr meine Lieblingszubereitung von Paprika, im Ofen gehäutet und mit reichlich Salz und Olivenöl mariniert und anschließend mit frischen Kräutern dekoriert. Ganz simpel und doch soooo lecker. Ideal zum Grillen oder für ein Buffet.

Aber ich wollte noch was anders für Euch, also habe ich mir extra für mein Saisongemüse was ausgedacht, was wirklich lecker und erfrischend ist und wozu man nicht den Herd anschalten muss. Ist bei dieser Hitze ja ne Qual.


Ein Paprikasmoothie - gesund, erfrischend und sonnengelb. Folgendes ist drin: 1 gelbe Paprika, eine Banane und der Saft einer Zitrone sowie etwa 50-100ml Wasser.

Paprika mit Zitronensaft und Wasser mixen (Zauberstab oder wenn Ihr habt dann einen Blender) und durch ein Sieb filtern um die kleinen Schalenstücke rauszufiltern. Dann noch eine Banane dazugeben und pürieren. Fertig. Ganz einfach und man hat eine kleine Vitaminbombe.

Euch ne schöne Woche!

Steph

Sonntag, 27. April 2014

Saisongemüse #15 - Grüner Spargel


Er ist DAS Saisongemüse schlechthin, der Spargel. Und hat jetzt gerade Hochsaison, dieses Jahr aufgrund der warmen Temperaturen in März und April schon früher als sonst. Hier im besonderen angesprochen der grüne Spargel - er ist der meist nicht so stark beachtete Bruder des weißen Spargels und das wie ich finde zu Unrecht. Ich esse beide gerne, wobei ich für "außergewöhnliche" Rezepte wie Risotto, Quiche/Tarte oder Salat lieber die grüne Variante nehme und der weiße bei uns einfach gekocht wird.

Er ist etwas rassiger im Geschmack wie ich finde und durch die grüne Farbe hebt er sich einfach super von anderen Zutaten wie Reis, Nudeln etc. ab. Ein weiterer Vorteil ist das man anders als beim weißen Spargel nur ca. die Hälfte schälen muss.


Bei uns gab es zum Wochenendeinstand eine Spargelquiche mit viel Käse. Und hier mal wieder ein grobes Rezept (ich mach sowas ja immer wie es mir passt):

1 Mürbteig auch Mehl, viel Butter, 1 Ei, Salz und etwas Backpulver. 500g grünen Spargel im unteren Drittel schälen und ca. 5 Minuten in Salz-Zucker-Wasser garen. In der Zeit hab ich den Mürbteig ausgerollt, in die gebutterte Form gegeben und ein paar Minuten ohne Füllung vorgebacken.

Für die Masse habe ich 2 Eier mit ca. 50ml Sahne einem kleinen Schuss Milch und gerieben Emmentaler und Gouda vermischt, mit ordentlich Salz, Pfeffer und einer Prise Muskatnuss sowie etwas getrockneten Estragon gewürzt. Spargel so eng wie möglich in die Form legen, Eiermasse drauf und dann das ganze bei ca. 175°C im Umluftofen für ca. 30 Minuten backen (bis es goldbraun ist). Dazu ein frischer Salat und fertig ist das Abendessen.

Ich hoffe das war halbwegs verständlich. Wenn Ihr noch Fragen habt könnt Ihr Sie natürlich gerne stellen. Was esst Ihr denn am liebsten zum grünen Spargel?

Schönen Sonntag!
Steph

Freitag, 17. Januar 2014

Saisongemüse #14 - Schwarzwurzel


Es ist Winter (naja zumindest kalendarisch) und das Gemüseangebot ist nicht so groß, zumindest nicht bei den ganz bekannten Gemüsesorten. Es gibt aber auch wunderbare Wintergemüse beispielsweise, die zuerst etwas unspektakulär wirkende Schwarzwurzel. Aber die Schwarzwurzel hat es in sich, sie ist eines meiner liebsten Gemüsesorten im Winter. Sie hat allerdings einen Nachteil, es ist etwas aufwendiger sie zuzubereiten. Aber wenn man das richtige Ausrüstung (Handschuhe) hat ist das ganz fix gemacht. Der Geschmack ist einmalig und ich finde es schwer ihn zu beschreiben. Ganz leicht erdig (wächst ja auch im Boden) aber doch frisch ganz entfernt an Spargel erinnernd und noch etwas nussig. Die Schwarzwurzel wird im Oktober/November geerntet und ist dann so ca. bis April lagerfähig, ideal also für die leckere Wintergerichte.


Die Schwarzwurzel muss auf jeden Fall geschält werden, dabei sind Handschuhe auf jeden Fall zu empfehlen, da dabei eine klebrige Flüssigkeit austritt. Gleich nach dem Schälen in Zitronenwasser geben, damit sie nicht braun werden. Und dann in reichlich Salzwasser ca. 5-10 Minuten bissfest kochen.

Danach ist die Schwarzwurzel für fast jede Art der Zubereitung geeignet. Hier habe ich mal in einem Gastbeitrag bei Sabrina eine Quiche gemacht. Heute möchte ich Euch was ganz lecker-leichtes zeigen - einen lauwarmen Schwarzwurzelsalat.


Dazu werden die gegarten Schwarzwurzel in Stücke geschnitten und in etwas Olivenöl angebraten. Das ganze wird mit einem hellen Essig (z.B. Zitronenessig oder Holunderblütenessig) abgelöscht. So ca. 1 Eßl. pro Portion Salat. Dann werden die heißen Schwarzwurzelsalat mit einem Dressing aus hellem Essig, Salz, Senf und Honig mariniert mit ein paar Sprossen nach Wahl vermischt und mit frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer gewürzt.

Die scharfen Sprossen (hier Rote Rettich Sprossen vom Lieblingsmarktstand) passen sehr gut zu den Wurzeln und geben noch einen kleinen Kick. Für mich ist das mit einer Scheibe Brot ein leckeres Mittagsessen.


Lust auf mehr Saisongemüse? Aber keine Ahnung wann was wächst? Dann macht doch mit bei meiner Verlosung des Saisongemüsekalenders vom greenpeace magazin, diese findet Ihr hier, sie läuft noch bis zum 26.01.2014!

Wie oft esst Ihr denn Schwarzwurzel? Steht die überhaupt auf Eurem Speiseplan?

Liebe Grüße
Steph

Sonntag, 8. Dezember 2013

Saisongemüse #13 - Lauch


Er ist sehr vielseitig und standhaft und wird deshalb von mir zum Saisongemüse Nr. 13 ernannt. In keinem Suppengrün darf er fehlen, sein zwiebliges Aroma ist super für Suppen und Saucen, und auch in Aufläufen, Quiches und Co. ist er ein gern gesehener Gast. Das gute ist das er auch jetzt in der "gemüsearmen" Jahreszeit frisch vom Feld geernet werden kann. Denn so ein paar lausige Minusgrade machen dem Lauch gar nichts aus - sehr standhaft eben.

Ich habe heute ein Lauchrezept für Euch das ideal ist für das aufwärmen nach einem schönen Winterspaziergang oder Weihnachtsmarktbesuch - eine Lauch-Erdnuss-Suppe


Für 3 Tassen (oder 2 Teller) Suppe braucht ihr:

1 dünne Stange Lauch
500ml Gemüsebrühe
100ml Sahne
1 Essl. Erdnussmus
etwas Öl
Salz und Chili

Zuerst den grünen Teil den Lauches in ganz dünne Ringe schneiden und in Öl kurz anbraten, dann wieder aus dem Topf nehmen und beiseite stellen. Anschließend den weißen Teil des Lauchs in grobe Würfel schneiden und in etwas Öl anbraten. Die Gemüsebrühe und das Erdnussmus dazugeben und aufkochen lassen. Etwas Chili dazu und mit dem Pürierstab schon fein mixen, danach mit Salz abschmecken. Kurz vor dem Servieren die Sahne in die heiße Suppe geben und nochmal kurz schaumig aufmixen. In Tassen füllen, Lauchringe drüber fertig. Wärmt und schmeckt durch das Erdnussmus ganz besonders, aber der Lauch ist vom Aroma her stark genug es mit der Erdnuss aufzunehmen.

Da meine Saisongemüsesammlung wächst gibt es demnächst hier auch etwas für die Gemüsefans (und solche die es werden wollen) zu gewinnen, aber erst nach Weihnachten, sonst ist mir das zu viel Trubel.

Schönen Adventssonntag noch!

Steph

Sonntag, 20. Oktober 2013

Saisongemüse #12 - Butternut Kürbis


Hups, schon ist wieder ein Monat seit meinem letzten Saisongemüse vergangen. Es ist Oktober, also Kürbiszeit - sie leuchten in orange, gelb und grün von den Marktständen. Der Hokkaido hat ja seit ganz vielen Jahren schon einen Platz in den Herzen der Hobbyköchen und Bloggern. Aber es gibt noch andere leckere Exemplare. Letztes Jahr hab ich ja schon den tollen Muskatkürbis vorgestellt (das heißt meine Saisongemüsereihe hat fast Geburtstag). Diesen Oktober will ich den Butternut-Kürbis vorstellen.

Zuerst das einzig "schlechte" am Butternut-Kürbis - man kann die Schale nicht mitessen d.h. schälen ist angesagt. Aber er entschädigt durch ein zartes buttrig-nussiges Aroma mit einer gewissen Süße und ein super Verhältnis Fruchtfleisch zu Kernen. Hauptsaison ist ab Oktober, da der Kürbis sich im Ganzen aber sehr gut lagern läßt spricht auch nichts gegen ein Weihnachtsessen mit Butternut-Kürbis. Gut für Suppen oder im Ofen gegart - oder wie ich ihn gemacht habe als pikante Kürbis-Muffins.


Das Rezept ist von hier und schmeckt am besten frisch (also noch lauwarm) wie alle pikanten Gebäcke mit Backpulver oder aber auch am nächsten Tag nach einer Bergtour durchaus noch sehr lecker. Der Kürbis sorgt dafür das der Teig schön saftig bleibt.


Der ideale Gemüsesnack zum Picknicken!

Ich suche noch ein gutes Rezept für süßen Kürbiskuchen, habt Ihr welche?

Grüße

Steph

Freitag, 6. September 2013

Saisongemüse #11 - Buschbohnen


Im Sommer gibt es Bohnen! Heute gibt es Buschbohnen, die wie der Name schon sagt an kleinen einjährigen Büschen wachsen und nicht hochklettern. Buschbohnen sind besonders zart und fein. Saison ist von Ende Juli bis Ende September (je nach Witterung).  Bohnen muss man ja bekanntlich kochen und können nicht roh verzehrt werden, deshalb wohl nicht das klassische Sommeressen in heißen Monaten.

Doch mein Lieblingsrezept Buschbohnen im Würzöl können mit etwas Weißbrot auch im Sommer sehr schmackhaft sein. Es muss ja nicht immer die dicke Mehlschwitze oder die Bohnensuppe sein.


So gehts: 500g Bohnen putzen und in Mundgerechte Stücke schneiden (das ist zugegebenermaßen etwas aufwändig)  und in sehr stark gesalzenem Wasser mit etwas Bohnenkraut bissfest kochen (ca. 5-7 Min.). Eine kleine Zwiebel kleinschneiden; viel Olivenöl in eine große Pfanne geben die Zwiebel und Gewürze ( bei mir waren das: Gemörserter Kümmel, Anis, Chiliflocken und Kardamon sowie gem. Pfeffer, eine Sternanis und eine halbe Zimtstange) kurz anrösten. Dann die gekochten, abgetropften Bohnen dazu und noch kurz alles anbraten lassen. Zwei Tomaten und einen halben Bund Petersilie klein schneiden und kurz vor Ende mit unter die Bohnen mischen. Mit Salz abschmecken und bei Bedarf auf dem Teller noch etwas frisches Olivenöl darüber geben.

Die Bohnen haben einen starken Geschmack und vertragen daher meiner Meinung nach auch starke Gewürze, da kann man ruhig mal experimientieren gut vorstellen könnte ich mir auch Kreuzkümmel, Ingwer und Fenchel.

Im Hintergrund des unteren Bildes wird übrigens schon fleißig gegabelt ;-)

Unbedingt ausprobieren!

Steph

Samstag, 10. August 2013

Saisongemüse #10 - Freilandgurken


Im Sommer gibt es ja jede Menge frisches Gemüse, ich möchte heute eines vorstellen, dass vielleicht nicht alle von Euch kennen und welches es nur im Sommer zu kaufen gibt. Die Freilandgurke - nicht zu verwechseln mit der Schlangen- oder Salatgurke - ist mein zehntes Saisongemüse. Die Gurke wird wie der Name schon sagt im freien Angebaut, hat eine härtere Schale und ist meist etwas gelblich. Sie wird im vollreifen Zustand geerntet und ist nur bedingt zum Rohverzehr geeignet. Naja es geht schon ein Salat oder so ist ok, solange man die Schale und Kerne entfernt.


Aber die in meinen Augen beste Bestimmung für dieses Gemüse sind Schmorgurken. Ideal für kühle und regnerische Sommertage.  Die Gurke wird geschält, entkernt und in Scheiben geschnitten. Weitere Zutaten sind Butter, eine kleine Zwiebel, Salz, Pfeffer und Saure Sahne (Tomaten und Dill nach Geschmack). Die Zwiebel kleinscheiden und in Butter anschwitzen, dann die Gurke dazu und ca. 10 Minuten auf mittlere Hitze schmoren lassen. Würzen, einen großen Esslöffel Saure Sahne dazu und dann noch die Tomaten und den kleingeschnitten Dill - Fertig! Genaue Mengenangaben gibts leider nicht, ich mach das immer nach Gefühl.


Mit einer Scheibe Weißbrot ein ideales Sommeressen. Kenn Ihr Schmorgurken und habt noch andere Rezepte oder Varianten? Immer her damit!

Kommt gut durchs Wochenende!

Steph